Institut für Schädlingskunde

Alphitobius diaperinus, der Glänzendschwarze Getreideschimmelkäfer



Hier erfahren Sie alles Wissenwerte über Aussehen, Verbreitung, Verhalten, Schadpotenzial und Bekämpfen des Glänzendschwarzen Getreideschimmelkäfers 
(Alphitobius diaperinus)



Wissenschaftliche Bezeichnung des Glänzendschwarzen Getreideschimmelkäfers: Alphitobius diaperinus (PANZER, 1797)

 

Glänzendschwarzer Getreideschimmelkäfer - Aussehen: Die fünf bis sechs Millimeter lang werdenden Käfer sind glänzend braun bis schwarz gefärbt und haben eine ovale Körperform (siehe Abbildung 1). Das Halsschild ist bei den Käfern von Alphitobius diaperinus genauso breit wie die beiden Flügeldecken zusammen. Die lang gestreckte Larve des Glänzendschwarzen Getreideschimmelkäfers wird bis zu 15 Millimeter lang und ähnelt hinsichtlich Färbung und Habitus den Larven des Mehlkäfers (Tenebrio molitor). Das Körperende der Larve läuft spitz zu und endet in einem kurzen Stachel.

 

   
Abbildung 1: Glänzendschwarzer Getreideschimmelkäfer (Alphitobius diaperinus) - Habitus   Abbildung 2: Glänzendschwarzer Getreideschimmelkäfer (Alphitobius diaperinus) - Kopfansicht  

 

 

Glänzendschwarzer Getreideschimmelkäfer - Verbreitung und Verhalten: Es handelt sich um eine Wärme liebende Art, die auf eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit angewiesen ist. In Deutschland findet man Alphitobius diaperinus häufig in Bäckereien, Mühlen und Geflügelfarmen. Besonders in Geflügelzuchtbetrieben kann die Art in Massen auftreten.

 

   
Abbildung 3: Die Larve des Rotbraunen Reismehlkäfers (Tribolium csataneum) ähnelt der Larve des Glänzendschwarzen Getreideschimmelkäfers (Alphitobius diaperinus)   Abbildung 4: Glänzendschwarzer Getreideschimmelkäfer (Alphitobius diaperinus) - Ventralansicht  

 

Glänzendschwarzer Getreideschimmelkäfer - Schadpotenzial: Alphitobius diaperinus ist ein Vorratsschädling und spielt in Geflügelzuchtbetrieben auch eine Rolle als Hygieneschädling, da die Tiere hier Krankheitserreger verbreiten können. Bevorzugt werden von den Glänzendschwarzen Getreideschimmelkäfern faulende oder schimmlige Vorräte befallen. Vermehrt richtet Alphitobius diaperinus Schäden an Brot, Mehl und anderen Getreideprodukten an. Befallene Produkte werden durch den Kot der Tiere, sowie durch das staubfeine Fraßmehl verunreinigt und sind nicht mehr für den Verzehr geeignet. Das größte Problem stellen diese Tenebrioniden aber in Geflügelmastbetrieben dar, wo sie sich bei unzureichenden hygienischen Bedingungen in Resten aus Futter und Kot massenhaft vermehren können. Auch in Schweinemastbetrieben können diese Käfer auftreten. Häufig zerstören die Larven in Tiermastbetrieben Dämmmaterialien wie Styropor, in das sie sich zur Verpuppung einbohren.

 

 

Glänzendschwarzer Getreideschimmelkäfer - Bekämpfen: Tritt Alphitobius diaperinus in Silos oder Lagerhallen auf, so stellt die Begasung der Vorräte mit Kohlendioxid, Stickstoff oder Phosphorwasserstoff die einzig effektive Bekämpfungsmöglichkeit dar. In Geflügelzuchtbetrieben oder Schweinemastanlagen lässt sich dieser Hygieneschädling mit Hilfe von Kontktinsektiziden bekämpfen, die im Rahmen der Leerraumentwesung eingesetzt werden. Grundvoraussetzung für eine Befallstilgung ist es den Tieren potenzielle Nahrungsquellen zu entziehen. Gleichzeitig müssen Rückzugsbereiche von Käfern und den sich verpuppenden Larven mit Kontaktinsektiziden behandelt werden.

 

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