Institut für Schädlingskunde

Erbsenkäfer



Hier erfahren Sie alles Wissenwerte über Aussehen, Verbreitung, Verhalten, Schadpotenzial und Bekämpfen des Erbsenkäfers (Bruchus pisorum)



Wissenschaftliche Bezeichnung: Bruchus pisorum (LINNAEUS, 1758)

 

Erbsenkäfer - Aussehen: Der vier bis fünf Millimeter lange Erbsenkäfer besitzt einen kurzen, gedrungenen Körper von ovalem Umriss. Die Körperoberseite der Käfer ist hellbraun behaart. Der verhältnismäßig lange Kopf ist schnauzenförmig verlängert und die Augen sind verhältnismäßig groß. Auffallend ist auch, dass die Flügeldecken den Hinterleib nicht vollständig bedecken. Die weißlich gefärbten Larven von Bruchus pisorum besitzen eine dunkel gefärbte Kopfkapsel und weisen eine leicht gekrümmte Körperform auf.

 

   
Abbildung 1: Erbsenkäfer (Bruchus pisorum) sind Vorratsschädlinge   Abbildung 2: Erbsen werden bereits auf dem Feld vom Erbsenkäfer (Bruchus pisorum) befallen  

 

Erbsenkäfer - Verbreitung und Verhalten: Ursprünglich stammt der Erbsenkäfer vermutlich aus Vorderasien. Mittlerweile kommt dieser Vorratsschädling aber fast überall dort vor, wo Erbsen angebaut werden. Um sich entwickeln zu können benötigen Erbsenkäfer einen Temperaturbereich zwischen 20°C und 35°C sowie eine relative Luftfeuchtigkeit von mehr als 50 Prozent. Das Weibchen von Bruchus pisorum fliegt blühende Erbsen an und legt insgesamt bis zu 400 Eier einzeln an junge Erbsenhülsen ab. Nach dem Schlupf frisst sich die Larve erst durch die Hülse und bohrt sich anschließend in den Samen ein. Durch ihre Fraßtätigkeit höhlt die Larve von Bruchus pisorum die Erbse von innen aus. An einer Stelle erstreckt sich dieser Hohlraum bis direkt an die Samenschale. Von außen erscheint dieser Bereich wie ein Fenster, durch das das Individuum nach seiner Umwandlung zum Käfer auch die Erbse verlässt.

 

 

Erbsenkäfer - Schadpotenzial: Der Erbsenkäfer gilt als wichtiger Erbsenschädling. Befallene Erbsen sind für den menschlichen Verzehr nicht mehr geeignet. Auch zur Aussaat sind sie kaum noch zu verwenden, da die Keimfähigkeit dieser Leguminosen durch die Fraßtätigkeit der Larven stark reduziert ist. Erbsen, die einen Befall mit Bruchus pisorum aufweisen, können nicht mehr weiter verarbeitet werden.

 

 

Erbsenkäfer - Bekämpfen: Prinzipiell können Erbsenkäfer, wie andere Vorratsschädlinge auch, mit thermischen Verfahren (Hitze- und Kältebehandlung) oder gasförmigen Insektiziden bekämpft werden. Allerdings ist eine Bekämpfung des Erbsenkäfers in Vorratslagern meist überflüssig, da sich die Käfer hier nicht weiter vermehren können.

 

 
Abbildung 3: Der Speisebohnenkäfer (Acanthoscelides obtectus) verursacht ähnliche Probleme wie der Erbsenkäfer (Bruchus pisorum)  

 

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