Institut für Schädlingskunde

Kerblippige Roßameise



Hier erfahren Sie alles Wissenwerte über Aussehen, Verbreitung, Verhalten, Schadpotenzial und Bekämpfen der Kerblippigen Roßameise (Camponotus fallax).



Wissenschaftliche Bezeichnung: Camponotus fallax (NYLANDER, 1856)

 

Kerblippige Roßameise - Aussehen: Die Kerblippige Roßameise gehört in die Unterfamilie Formicinae, die auch als Schuppenameisen bezeichnet werden. Charakteristisch für Schuppenameisen ist, dass sich zwischen dem mittleren Körperabschnitt und dem Hinterleib lediglich ein Stielchenglied befindet, das die Form einer Schuppe hat. Camponotus fallax ist bis auf die etwas helleren Beine und Fühler schwarz gefärbt (siehe Abbildung 1). Die Weibchen erreichen eine Körperlänge von bis zu einem Zentimeter. Die Arbeiterinnen bleiben etwas kleiner. Die größten Arbeiterinnen haben eine Kopfbreite von bis zu zwei Millimetern.

 

 
Abbildung 1: Kerblippige Roßameise (Camponotus fallax)  

 

 

Kerblippige Roßameise - Verbreitung und Verhalten: Die Kerblippige Roßameise ist in Deutschland nur recht lückenhaft verbreitet. Dies liegt zum Teil wohl auch daran, dass diese Art zum Nestbau auf alte Bäume angewiesen ist, die einen hohen Totholzanteil aufweisen. Mitunter legt die Kerblippige Roßameise ihre Nester auch in verbautem Holz, oder in Mauerwerk an. Die Kolonien von Camponotus fallax sind recht klein und haben vermutlich immer nur eine einzige Königin. Die Arbeiterinnen sind dämmerungs- und nachtaktiv. Sie sammeln vor allem Honigtau, erbeuten aber auch Insekten. Männchen und Weibchen verlassen das Nest zwischen Anfang Mai und Mitte Juni in den späten Nachmittagsstunden zum Schwarmflug.

 

Kerblippige Roßameise - Schadpotenzial: Die Kerblippige Roßameise muss als Materialschädling gelten, wenn sie ihre Nester in verbautem Holz anlegt. Krankheiten werden von den Tieren nach derzeitigem Kenntnisstand aber nicht übertragen.

 

 

Kerblippige Roßameise - Bekämpfen: Wenn eine Kolonie von Camponotus fallax sich im Haus ansiedelt können die Tiere Schäden an der Bausubstanz anrichten. Die Bekämpfung von Kolonien holzzerstörender Ameisenarten, die sich im Haus angesiedelt haben, ist aus verschiedenen Gründen nicht so einfach wie die Bekämpfung der Pharaoameise (Monomorium pharaonis). Da sich diese Ameisenart überwiegend von Honigtau ernährt, sollten zuckerhaltige Gelköder für Bekämpfungsmaßnahmen eingesetzt werden.

Ausführliche Informationen zur Bekämpfung von holzzerstörenden Ameisen finden Sie in unserem Praxisbeispiel "Bekämpfung einer im Haus vorkommenden Kolonie der Braunen Wegameise (Lasius brunneus)".

 

Noch mehr Informationen zu Aussehen, Verbreitung, Verhalten, Schadpotenzial und Bekämpfen der Kerblippigen Roßameise (Camponotus fallax).

 

 

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