Institut für Schädlingskunde

Getreidesaftkäfer



Hier erfahren Sie alles Wissenwerte über Aussehen, Verbreitung, Verhalten, Schadpotenzial und Bekämpfen des Getreidesaftkäfers (Carpophilus dimidiatus)



Wissenschaftliche Bezeichnung: Carpophilus dimidiatus (FABRICIUS, 1792)

 

Getreidesaftkäfer - Aussehen: Der nur zwei bis drei Millimeter große Getreidesaftkäfer ist leicht an seinen hinten schief abgestutzten Flügeldecken, die zwei bis drei Hinterleibsringe unbedeckt lassen, zu erkennen. Die glänzend kastanienbraun gefärbten Käfer haben gelbrote Fühler und Beine (siehe Abbildung 1) und gehören der Familie der Glanzkäfer (Nitidulidae) an.

 

 
Abbildung 1: Getreidesaftkäfer (Carpophilus dimidiatus)  

 

 

Getreidesaftkäfer - Verbreitung und Verhalten: Der Wärme und Feuchte liebende Getreidesaftkäfer ist weltweit verbreitet und kommt hauptsächlich in Regionen mit tropischem und subtropischem Klima vor. Bei einer Temperatur von 25°C entwickelt sich die Larve von Carpophilus dimidiatus in rund einem Monat zum Käfer. Die Käfer sind recht langlebig und haben eine durchschnittliche Lebenserwartung von rund vier Monaten.

 

Getreidesaftkäfer - Schadpotenzial: Getreidesaftkäfer richten in befallenen Produkten einen bedeutenden Fraßschaden an. Befallen werden von diesem Vorratsschädling vor allem ölhaltige Produkte wie Erdnüsse, Kopra (getrocknetes Kernfleisch von Kokosnüssen), Muskatnüsse, Kakaobohnen, Mandeln oder Pistazien. Daneben befällt Carpophilus dimidiatus regelmäßig aber auch Reis und anderes Getreide. Besonders die Larven des Getreidesaftkäfers fressen in befallenen Samen und Früchten Gänge, die mit Kot und Fraßmehl angefüllt sind. Sekundär können sich hier Pilze entwickeln und Lebensmittelmilben wie die Backobstmilbe (Carpoglyphus lactis) sind in der Lage sich massenhaft zu vermehren.

 

 

Getreidesaftkäfer - Bekämpfen: Ein Befall mit dem Getreidesaftkäfer kann normalerweise verhindert werden, wenn das Lagergut trocken und kühl gelagert wird. Zusätzlich sollten leere Lagerräume vor einer erneuten Einlagerung von Vorratsgütern gründlich gereinigt werden. Hierbei können verschiedene Spritz-, Sprüh- und Nebelpräparate mit insektizider Wirkung eingesetzt werden. Im Vorratsschutz verwendet man häufig den Wirkstoff Pyrethrum zur Leerraumentwesung. Auch Produkte mit dem Wirkstoff amorphes Siliziumdioxid werden regelmäßig eingesetzt. Zur direkten Bekämpfung des Getreidesaftkäfers im Vorratsschutz wird das gasförmige Insektizid Phosphorwasserstoff eingesetzt.

 

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