Institut für Schädlingskunde

Carpophilus obsoletus (Sap beetle)



Hier erfahren Sie alles Wissenswerte über Aussehen, Verbreitung, Verhalten, Schadpotenzial und Bekämpfen von Carpophilus obsoletus (englisch: sap beetle)



Wissenschaftliche Bezeichnung: Carpophilus obsoletus ERICHSON (1843)

 

Sap beetle - Aussehen: Carpophilus obsoletus und andere Arten aus der Gattung Carpophilus werden im englischen als sap beetle bezeichnet, da sie oft an Pflanzensäften oder gärenden Früchten gefunden werden. Carpophilus obsoletus wird maximal 4,5 mm lang. Auffällig und typisch für alle Arten der Familie Nitidulidae (Glanzkäfer) ist, dass die Deckflügel den Hinterleib der Käfer nicht komplett bedecken. Die 11-gliedrigen Fühler enden in einer 3-gliedrigen Fühlerkeule. Beine und Antennen sind rötlich gefärbt. Kopf, Halsschild und Flügeldecken haben eine dunkelbraune Färbung.

 

 
Abbildung 1: Carpophilus obsoletus wird im englischen als sap beetle bezeichnet   Abbildung 2: Carpophilus obsoletus besitzt 11-gliedrige Fühler mit einer 3-gliedrigen Endkeule

 

 

Sap beetle - Verbreitung und Verhalten: Carpophilus obsoletus stammt vermutlich aus Südostasien. Mit Lebensmittelexporten gelangte dieser Vorratsschädling allerdings mittlerweile in die ganze Welt. In tropischen und subtropischen bzw. mediterranen Regionen der Erde lebt die Art im Freiland. In gemäßigten Regionen der Erde wie zum Beispiel in Mitteleuropa können sich die Käfer nur in beheizten Gebäuden ganzjährig vermehren. Wie andere sap beetle-Arten auch findet man Carpophilus obsoletus regelmäßig an reifem Obst. Aber auch an Getreide wie Mais oder Nüssen können die Weibchen ihre Eier ablegen. Die Larven fressen sich Gänge durch das Nahrungssubstrat. Beide Geschlechter sind flugfähig, obwohl ihre Deckflügel relativ kurz sind.

 

 

Sap beetle - Schadpotenzial: Carpophilus obsoletus ist wie der Getreidesaftkäfer (Carpophilus dimidiatus) oder der Backobstkäfer (Carpophilus hemipterus) ein Vorratsschädling, der eine Reihe von Lebensmitteln befallen kann. Die befallenen Lebensmittel, wie zum Beispiel kandierte Früchte oder getrocknete Bananen, werden von den Larven mit zahlreichen Fraßgängen durchzogen. Infolge des Insektenbefalls können sich vorratsschädliche Milbenarten wie die Pflaumenmilbe (Lepidoglyphus destructor) oder die Backobstmilbe (Carpoglyphus lactis) explosionsartig vermehren. Außerdem können sich Schimmelpilze auf den Lebensmitteln ansiedeln.

 

Sap beetle - Bekämpfen: Da die Larven von Carpophilus obsoletus im Inneren der befallenen Lebensmittel fressen, sind direkte Bekämpfungsmaßnahmen kaum möglich – es sei denn man setzt gasförmige Insektizide wie Phosphorwasserstoff ein. Generell ist es aber sinnvoll die befallenen und damit auch verdorbenen Vorräte komplett zu entsorgen. Die Lagerräume, in denen die befallene Ware gelagert wurde, müssen anschließend gründlich gereinigt und entwest werden. Hierzu kann der Wirkstoff Pyrethrum im Nebel- bzw. Sprühverfahren eingesetzt werden.

 

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