Institut für Schädlingskunde

 

 

Getreidesaftkäfer

Wissenschaftlicher Artname des Getreidesaftkäfers: Carpophilus dimidiatus (FABRICIUS, 1792)

 

Wie sehen Getreidesaftkäfer aus? Der nur zwei bis drei mm große Getreidesaftkäfer ist leicht an seinen hinten schief abgestutzten Flügeldecken, die zwei bis drei Hinterleibsringe unbedeckt lassen, zu erkennen. Die glänzend kastanienbraun gefärbten Käfer haben gelbrote Fühler und Beine. Sehr auffällig ist die kugelige Fühlerkeule.

 

 
Abbildung 1: Der Getreidesaftkäfer (Carpophilus dimidiatus) gehört der Familie der Glanzkäfer (Nitidulidae) an  

 

Wo leben Getreidesaftkäfer? Der Wärme und Feuchte liebende Getreidesaftkäfer ist weltweit verbreitet und kommt hauptsächlich in Regionen mit tropischem und subtropischem Klima vor. Bei einer Temperatur von 25°C entwickelt sich die Larve von Carpophilus dimidiatus in rund vier Wochen zum Käfer. Die Käfer sind recht langlebig und haben eine durchschnittliche Lebenserwartung von 138 Tagen.

 

Welche Schäden richten Getreidesaftkäfer an? Der Getreidesaftkäfer verursacht in befallenen Produkten einen bedeutenden Fraßschaden wenn der Befall zu spät bemerkt wird. Befallen werden vor allem ölhaltige Produkte wie Erdnüsse, Kopra, Muskatnüsse, Kakaobohnen, Mandeln, Pistazien und Palmkerne. Daneben wird regelmäßig auch Reis und anderes Getreide befallen. Besonders die Larven von Carpophilus dimidiatus fressen in befallenen Samen und Früchten Gänge, die mit Kot und Fraßmehl angefüllt sind. Sekundär können sich hier Schimmelpilze entwickeln.

 

Wie kann man Getreidesaftkäfer vernichten? Ein Befall mit dem Getreidesaftkäfer kann i. d. R. verhindert werden, wenn das Lagergut kühl und trocken gelagert wird. Daneben müssen leere Lagerräume vor einer erneuten Einlagerung von Vorratsgütern gründlich gereinigt werden. Hierbei können zur Leerraumentwesung verschiedene Spritz-, Sprüh- und Nebelpräparate mit insektizider Wirkung eingesetzt werden. Weit verbreitet sind Wirkstoffe wie Pyrethrum und amorpher Silikatstaub. Früher verwendete man auch Insektenstrips, die das Insektizid Dichlorvos an die Raumluft abgaben um den Zuflug und die Ansiedlung von Käfern im Lagerraum zu verhindern. Aktuell besitzt dieser Wirkstoff keine Zulassung mehr für den Bereich Vorratsschutz. Zur direkten Bekämpfung des Getreidesaftkäfers im Vorratsschutz wird das gasförmige Insektizid Phosphorwasserstoff eingesetzt. Auch Kohlendioxid findet im Vorratsschutz Verwendung.

 

Hier erfahren Sie noch mehr Wissenswertes über Getreidesaftkäfer (Carpophilus dimidiatus).

 

 

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