Institut für Schädlingskunde

 

 

Großer Kornbohrer

Wissenschaftlicher Artname des Großen Kornbohrers: Prostephanus truncatus HORN (1878)

 

Wie sehen Große Kornbohrer aus? Die braun gefärbten Käfer sind rund 2 bis 4 mm groß. Das Halsschild wölbt sich kapuzenförmig über den Kopf. Die Flügeldecken sind stark punktiert und fallen am hinteren Ende steil ab, so dass sie von oben betrachtet wie waagerecht abgeschnitten erscheinen. Die hell gefärbten Larven von Prostephanus truncatus erreichen vor der Verpuppung eine Länge von 4 bis 5 mm.

 

 
Abb. 1: Der Große Kornbohrer (Prostephanus truncatus) richtet v. a. Schäden in gelagertem Mais an   Abb. 2: Starker Befall mit dem Großen Kornbohrer (Prostephanus truncatus) an gelagertem Mais

 

Wo leben Große Kornbohrer? Die Heimat des Großen Kornbohrers liegt ursprünglich in Zentralamerika und Mexiko. Von hier aus wurde die Art Anfang der 70er Jahre mit Importmais nach West- und Ostafrika verschleppt. Die Art gelangt regelmäßig mit Mais-Importen auch nach Mitteleuropa. Der Entwicklungszyklus von Prostephanus truncatus beträgt unter geeigneten Bedingungen lediglich 25 Tage. Im Lauf seines Lebens kann ein einzelnes Weibchen 300 bis 500 Eier ablegen.

 

Welche Schäden können Große Kornbohrer anrichten? Der Große Kornbohrer ist ein typischer „Primärschädling“, der in der Lage ist intakte Maiskörner zu nutzen. Durch seine Fraßtätigkeit und das so entstehende Fraßmehl wird der Befall mit „Sekundärschädlingen“ wie z. B. der Mehlmilbe (Acarus siro) erst möglich. Neben Mais wird auch getrockneter Maniok befallen. Die Käfer treten auch als Materialschädlinge in Erscheinung, da sie sich in mäßig harte Materialien wie z. B. Holz einbohren können.

 

Wie kann man Große Kornbohrer vernichten? Befallenes Lagergut kann mit Phosphorwasserstoff, Stickstoff oder Kohlendioxid begast werden.

 

Hier erfahren Sie noch mehr Wissenswertes über Große Kornbohrer (Prostephanus truncatus).

 

 

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© Martin Felke - Institut für Schädlingskunde