Institut für Schädlingskunde

Käsemilben bekämpfen


Wissenschaftlicher Artname der Käsemilbe: Tyrolichus casei (OUDEMANS, 1910)

 

Wie sehen Käsemilben aus? Wie alle Milben besitzt auch die Käsemilbe vier Beinpaare. Käsemilben besitzen einen recht farblosen Körper und werden 0.4 bis 0.7 mm lang. Beine und Mundwerkzeuge von Tyrolichus casei erscheinen leicht bräunlich. Am Hinterende des Körpers fallen 8 längere Haare auf.

 

 
Abb. 1: Käsemilben (Tyrolichus casei) sind weltweit verbreitete Hygieneschädlinge  

 

 

Wo leben Käsemilben? Die Käsemilbe ist weltweit verbreitet. Bei einer Temperatur von 23°C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 87 % ist der Entwicklungszyklus vom Ei bis zur geschlechtsreifen Milbe bereits nach 15 bis 18 Tagen abgeschlossen. Unter mitteleuropäischen Bedingungen ist eine Überwinterung im Freiland durchaus möglich.

 

 

Können Käsemilben Krankheiten verursachen? Außer an Käse können Käsemilben auch an Getreide, Mehl, Früchtebrot, alten Honigwaben oder Hundefutter vorkommen. Zu einer Massenvermehrung kommt es v. a. an feuchtem Lagergetreide, das von Schimmelpilzen befallen ist. Der Verzehr der Milben kann Magen-Darm-Probleme verursachen.

 

 

Wie lassen sich Käsemilben bekämpfen? Da Käsemilben v. a. auf Trockenheit relativ empfindlich reagieren, kann ein Befall von Lebensmitteln durch eine sachgemäße Lagerung der Vorräte leicht verhindert werden. Nahrungsmittel können bei einer Substratfeuchte von 13 bis 14 %, bzw. einer relativen Luftfeuchtigkeit von weniger als 60 % von den Milben nicht mehr besiedelt werden. Weitere Informationen zur Bekämpfung von Käsemilben finden Sie auf unserer Extraseite Schädlinge bekämpfen.

 

Hier erfahren Sie noch mehr Wissenswertes über Käsemilben (Tyrolichus casei).

 

 

Informationen zu Hausungeziefer, Vorratsschädlingen, Hygieneschädlingen, Lästlingen und Pflanzenschädlingen

 

© Martin Felke - Institut für Schädlingskunde