Institut für Schädlingskunde

 

 

Kleiner Leistenkopfplattkäfer

Wissenschaftlicher Artname des Kleinen Leistenkopfplattkäfers: Cryptolestes pusillus (SCHÖNHERR, 1817)

 

Wie sehen Kleine Leistenkopfplattkäfer aus? Die schlanken Käfer weisen einen dorsoventral abgeflachten Habitus auf, erreichen eine Länge von 1,4 bis 1,7 mm und zeigen eine rostbraune bis gelbrote Färbung. Charakteristisch sind die am Rande von Kopf und Halsschild verlaufenden Längsleisten. Die 11-gliedrigen Antennen sind bei den Weibchen von Cryptolestes pusillus ungefähr halb so lang wie der Körper. Bei den Männchen können die Fühler sogar Körperlänge erreichen.

 

 
Abb. 1: Der Kleine Leistenkopfplattkäfer (Cryptolestes pusillus) ist eine tropische Art  

 

Wo leben Kleine Leistenkopfplattkäfer? Cryptolestes pusillus gehört der Familie der Plattkäfer (Cucujidae) an und ist hauptsächlich in den Tropen verbreitet. Von hier aus gelangt dieser Vorratsschädling regelmäßig mit Getreide- und Kakaoimporten auch nach Europa. Zur Entwicklung benötigt die Wärme liebende Art Temperaturen zwischen 17,5 und 37,5 °C. Die relative Luftfeuchtigkeit muss mindestens 50 % betragen. Die komplette Entwicklung vom Ei bis zum Käfer ist bei 35°C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 50 % bereits nach 3 Wochen abgeschlossen. Unter den in Mitteleuropa herrschenden Klimaverhältnissen verlängert sich der Entwicklungszyklus auf ca. 4 Monate.

 

Welche Schäden richten Kleine Leistenkopfplattkäfer an? Der Kleine Leistenkopfplattkäfer tritt als Vorratsschädling und Hygieneschädling auf und befällt u. a. Getreide, Getreideprodukte, Kaffee- und Kakaobohnen, Datteln oder Rosinen.

 

Wie kann man Kleine Leistenkopfplattkäfer vernichten? Befallene Lebensmittel können in gasdichten Containern mit Stickstoff, Kohlendioxid und Phosphorwasserstoff begast werden.

 

Hier erfahren Sie noch mehr Wissenswertes über Kleine Leistenkopfplattkäfer (Cryptolestes pusillus).

 

 

Informationen zu Hausungeziefer, Vorratsschädlingen, Hygieneschädlingen, Lästlingen und Pflanzenschädlingen

 

© Martin Felke - Institut für Schädlingskunde