Institut für Schädlingskunde

Körperläuse bekämpfen


Wissenschaftlicher Artname der Körperlaus: Pediculus humanus LINNAEUS, 1758

 

Wie sehen Körperläuse aus? Die Körperlaus oder auch Kleiderlaus gehört innerhalb der Insekten zur Ordnung der Tierläuse (Phthiraptera). Innerhalb der Phthiraptera wird die Art der Unterordnung Anoplura (Echte Läuse) zugerechnet. Nach der Aufnahme von Blut können die Tiere eine Größe von rund 4 mm erreichen, wobei die Weibchen etwas größer werden als die Männchen.

 

   
Abb. 1: Die Körperlaus (Pediculus humanus) kann verschiedene Infektionskrankheiten übertragen   Abb. 2: Mit den zu Greifzangen abgewandelten Fußgliedern kann sich die Körperlaus (Pediculus humanus) an der Körperbehaarung festhalten  

 

 

Wo leben Körperläuse? Pediculus humanus lebt vorwiegend auf der Haut und der Körperbehaarung des Menschen. Ihre Eier legt die Körperlaus hauptsächlich auf der Innenseite der dem Körper anliegenden Kleidungsstücke ab. Zum Festheften verwenden die Weibchen ein Sekret, das so stark aushärtet, dass die Eier selbst durch die Verwendung von Waschmitteln nicht abgelöst werden. Die Entwicklung vom Ei bis zur geschlechtsreifen Körperlaus beträgt 25 Tage.

 

 

Können Körperläuse Krankheiten übertragen? Körperläuse gelten als ernstzunehmende Hygieneschädlinge, da sie die Erreger des Europäischen Rückfallfiebers (Borellia recurrentis), des klassischen Fleckfiebers (Rickettsia prowazekii) und des wolhynischen Fiebers (Rochalimaea quintana) übertragen können.

 

 

Wie kann man Körperläuse bekämpfen? Zur Therapie gegen Körperläuse bzw. Kleiderläuse werden insektizidhaltige Präparate angewendet, die auf die betroffenen Hautpartien aufgebracht werden. Kleidung, die während der vorangegangenen 24 Stunden getragen wurde, sollte mindestens bei 60°C gewaschen werden, um Nissen, Larvenstadien und erwachsene Tiere abzutöten. Weitere Informationen zur Bekämpfung von Körperläusen finden Sie auf unserer Extraseite Ungeziefer bekämpfen.

 

Hier erfahren Sie noch mehr Wissenswertes über Körperläuse (Pediculus humanus).

 

 

Informationen zu Hausungeziefer, Vorratsschädlingen, Hygieneschädlingen, Lästlingen und Pflanzenschädlingen

 

© Martin Felke - Institut für Schädlingskunde