Institut für Schädlingskunde

Buckelfliege



Hier erfahren Sie alles Wissenwerte über Aussehen, Verbreitung, Verhalten, Schadpotenzial und Bekämpfen der Buckelfliege (Megaselia scalaris)



Wissenschaftliche Bezeichnung: Megaselia scalaris (LOEW, 1866)

 

Buckelfliege - Aussehen: Buckelfliegen sind nur wenige Millimeter große, bräunlich-gelblich gefärbte Fliegen. Auffällig ist die buckelförmige Aufwölbung des mittleren Körperabschnitts (Thorax). Auf den ersten Blick können Buckelfliegen leicht mit Fruchtfliegen (Drosophila melanogaster) oder Trauermücken (Sciaridae) verwechselt werden.

 

 
Abb. 1: Buckelfliege (Megaselia scalaris)  

 

 

Buckelfliege - Verbreitung und Verhalten: Bei der Buckelfliege handelt es sich um eine südostasiatische Art, die aber mittlerweile auch in Europa und Nordamerika verbreitet ist. Die Larven von Megaselia scalaris ernähren sich zum einen saprophag, das heißt von abgestorbenem, organischem Material, zum anderen aber auch parasitisch von anderen Insektenlarven. In den Tropen kommt es auch immer wieder vor, dass sich Buckelfliegen in menschlichen Leichen entwickeln.

 

 

Buckelfliege - Schadpotenzial: Buckelfliegen gelten als Hygieneschädlinge. Die Larven haben ein breites Nahrungsspektrum und wurden beispielsweise schon in Tierkadavern, Pilzen, Nudeln, Käse, Sojamehl oder Trockenfisch nachgewiesen. Die adulten Buckelfliegen können darüber hinaus in offene Wunden kriechen und hier ihre Eier ablegen. Nicht selten kommt es auch vor, dass Eier oder Larven zusammen mit der Nahrung aufgenommen werden. Im Körpergewebe verursachen die geschlüpften Larven von Megaselia scalaris dann Entzündungen. Dieses Krankheitsbild wird als Myiasis bezeichnet.

 

Buckelfliege - Bekämpfen: Als Voraussetzung für eine erfolgreiche Bekämpfung muss zunächst der Befallsherd lokalisiert werden. In Lebensmittelbetrieben oder Großküchen können zum Beispiel Nahrungsmittelreste, die selbst nach einer gründlichen Reinigung mit Hochdruckreinigern unter Einrichtungsgegenständen hängen bleiben, die Ursache für einen Buckelfliegenbefall sein. In solchen Fällen müssen die Geräte zerlegt werden um anschließend die organischen Rückstände zu entfernen. Zur dauerhaften Befallsbeseitigung müssen Ritzen und Spalten, in denen sich Nahrungsmittelreste ansammeln könnten, nach dem Trocknen mit Silikon verschlossen werden. Auch der sich in Abwasserrohren entwickelnde organische Film kann Buckelfliegenlarven als Brutsubstrat dienen. Er muss mit Hilfe einer Bürste beseitigt werden. Heißes Wasser allein ist zur Befalls-Beseitigung nicht ausreichend.

 

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