Institut für Schädlingskunde

 

 

Siamesischer Flachkäfer

 

Wissenschaftlicher Artname des Siamesischen Flachkäfers: Lophocateres pusillus (KLUG, 1832)

 

Wie sehen Siamesische Flachkäfer aus? Wie der deutsche Artname von Lophocateres pusillus schon andeutet, weist dieser Vorratsschädling einen recht flachen Körperbau auf. Die rotbraun gefärbten Käfer erreichen eine Körperlänge von bis zu 3 mm. Die kurzen Fühler bilden eine dreigliedrige Endkeule aus. Die Flügeldecken zeigen 6 kielförmige Längsrippen mit dazwischen liegenden Punktreihen. Die Vorderecken des stark punktierten Halsschilds sind deutlich nach vorne vorgezogenen.

 

 
Abb. 1: Der Siamesische Flachkäfer (Lophocateres pusillus) gehört wie der hier abgebildete Schwarze Getreidenager (Tenebroides mauritanicus) in die Familie der Flachkäfer (Ostomidae)  

 

Wo leben Siamesische Flachkäfer? Diese Käferart kommt weltweit in tropischen Regionen vor. Gelegentlich gelangt Lophocateres pusillus mit Nahrungsmittelimporten auch nach Mitteleuropa. Aufgrund ihrer tropischen Herkunft können sich die Tiere bei Temperaturen von weniger als 15°C nicht entwickeln. Bei einer konstanten Temperatur von 35°C dauert der komplette Entwicklungszyklus von Lophocateres pusillus knapp 50 Tage. Sowohl Käfer als auch Larven ernähren sich von verschiedenen pflanzlichen Produkten. Meist werden solche Vorräte genutzt, die bereits von anderen Vorratsschädlingen vorgeschädigt wurden.

 

Welche Schäden richten Siamesische Flachkäfer an? Lophocateres pusillus ist ein typischer Vorratsschädling. Befallen werden u. a. Reis, Getreide, Mehl, Erdnüsse, Trockenfrüchte, Bohnen, Kaffee oder Kakao.

 

Wie kann man Siamesische Flachkäfer vernichten? Abgepackte Vorräte, die einen Befall mit Lophocateres pusillus aufweisen, können mit Stickstoff, Kohlendioxid oder Phosphorwasserstoff begast werden.

 

Hier erfahren Sie noch mehr Wissenswertes über Siamesische Flachkäfer (Lophocateres pusillus).

 

 

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© Martin Felke - Institut für Schädlingskunde