Institut für Schädlingskunde

Behaarter Baumschwammkäfer



Hier erfahren Sie alles Wissenwerte über Aussehen, Verbreitung, Verhalten, Schadpotenzial und Bekämpfen des Behaarten Baumschwammkäfers (Typhaea stercorea)



Wissenschaftliche Bezeichnung: Typhaea stercorea (LINNAEUS, 1758)

 

Behaarter Baumschwammkäfer - Aussehen: Die rötlich bis rotgelb gefärbten Käfer erreichen eine Körperlänge von 2,5 bis 3 Millimeter. Der Körper der Tiere ist länglich-oval und stark behaart. Auf den Flügeldecken befinden sich fein gepunktete Längsreihen. Die letzten drei Glieder der 11-gliedrigen Antennen sind vergrößert und bilden eine deutlich abgesetzte Fühlerkeule.

 

 
Abb. 1: Behaarter Baumschwammkäfer (Typhaea stercorea)   Abb. 2: Behaarter Baumschwammkäfer (Typhaea stercorea) - Kopfansicht

 

 

Behaarter Baumschwammkäfer - Verbreitung und Verhalten: Der Behaarte Baumschwammkäfer ist in seinem Lebensraum auf eine hohe Luft- und Substratfeuchtigkeit angewiesen. Im Freien ist er z. B. unter Baumrinde und in vermoderndem Holz zu finden, wo er sich von den dort wachsenden Schimmelpilzen ernährt. Typhaea stercorea befällt daher auch Vorratsgüter, auf denen sich infolge falscher Lagerung Schimmelpilze entwickelt haben. Auch an schimmligem Holz und Stroh wird der Behaarte Baumschwammkäfer regelmäßig gefunden.

 

Behaarter Baumschwammkäfer - Schadpotenzial: Der Behaarte Baumschwammkäfer ist kein Vorratsschädling im eigentlichen Sinne, da er sich weniger von der gelagerten Ware selbst als vielmehr von den sich dort entwickelnden Schimmelpilzen ernährt. Sein massenhaftes Auftreten deutet daher auf Pilzbefall der Ware hin, was wiederum auf zu feuchte Lagerungsbedingungen der Vorratsgüter zurückzuführen ist.

 

 

Behaarter Baumschwammkäfer - Bekämpfen: Um einem Befall mit dem Behaarten Baumschwammkäfer vorzubeugen, muss darauf geachtet werden, dass sich an gelagerten Vorräten keine Schimmelpilze bilden können. Dies bedeutet beispielsweise in Lagerräumen, dass die relative Luftfeuchtigkeit im Raum, sowie innerhalb des Lagergutes 65 % nicht überschreiten darf. Ist es möglich für ausreichend trockene Bedingungen zu sorgen, so werden die Käfer meist von allein abwandern oder aber absterben. Eine direkte Bekämpfung der Tiere ist auch durch den Einsatz von verschiedenen gasförmigen Insektiziden wie Stickstoff, Kohlendioxid und Phosphorwasserstoff möglich.

 

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