06162-720 9797

Pharaonenameise

Die Pharaonenameise - ein potenziell gefährlicher Hygieneschädling

Hier erfahren Sie alles Wissenswerte über Aussehen, Verbreitung, Verhalten, Schadpotenzial und Bekämpfen der Pharaonenameise (Monomorium pharaonis)

Wissenschaftliche Bezeichnung der Pharaonenameise

Monomorium pharaonis (LINNAEUS, 1758)

Pharaonenameise - Aussehen

Die Pharaonenameise ist eine Ameisenart mit extrem kleinen Arbeiterinnen, die nur rund zwei Millimeter lang werden und gleichmäßig hellbraun bis bernsteinfarben gefärbt sind. Pharaonenameisen gehören zu den Myrmicinen und weisen folglich zwischen dem mittleren Körperabschnitt und dem Hinterleib zwei so genannte Stielchenglieder auf (siehe Abbildungen 1 und 2).

Abbildung 1: Die Pharaonenameise (Monomorium pharaonis) tritt häufig in Bäckereien und anderen, lebensmittelverarbeitenden Betrieben auf

Abbildung 1: Die Pharaonenameise (Monomorium pharaonis) tritt häufig in Bäckereien und anderen, lebensmittelverarbeitenden Betrieben auf

Abbildung 2: Pharaonenameisen (Monomorium pharaonis) kommen weltweit vor

Abbildung 2: Pharaonenameisen (Monomorium pharaonis) kommen weltweit vor

Pharaonenameise - Verbreitung und Verhalten

Pharaonenameisen stammen ursprünglich aus den Tropen und Subtropen und können den Winter in unseren Breiten nur in beheizten Gebäuden überleben. Der Name Pharaonenameise legt zwar eine Verbindung nach Ägypten nahe - ob das ursprüngliche Verbreitungsgebiet dieser Ameisenart allerdings tatsächlich in diesem nordafrikanischen Land lag ist unklar. Die Pharaonenameise bevorzugt warme Plätze mit einer Durchschnittstemperatur von mehr als 26°C. Die Kolonien der Pharaonenameise bestehen aus einer Vielzahl von Arbeiterinnen und bis zu zweitausend Königinnen. Die Koloniegründung erfolgt meist durch die Bildung von Zweignestern. Die Ernährung dieser Ameisenart ist recht vielseitig. Die Tiere nutzen sowohl eiweißhaltige, als auch kohlehydratreiche Nahrungsquellen. Da die Arbeiterinnen extrem klein sind wird ein Befall meist erst dann erkannt, wenn die Tiere in Massen auftreten. Die Verschleppung kleiner Völker von Monomorium pharaonis kann mit Topfpflanzen, Lebensmitteln, Tierfutter oder sogar frisch gewaschener Wäsche erfolgen.

Pharaonenameise - Schadpotenzial

Regelmäßig tauchen Pharaonenameisen in lebensmittelverarbeitenden Betrieben, Gaststätten oder gar Krankenhäusern auf, wo die Tiere im Sinne des § 13 Bundesseuchengesetz gefährlich werden da sie humanpathogene Krankheitskeime übertragen können. Nachgewiesen wurde unter anderem die Übertragung von bakteriellen Krankheitserregern wie Salmonellen, Streptokokken und Staphylokokken. Ernstzunehmende wirtschaftliche Schäden richten Pharaonenameisen an, wenn sie in elektrische Geräte wie PC`s eindringen und es dadurch zu Kurzschlüssen oder Kabelbränden kommt.

Pharaonenameise - Bekämpfen

Bekämpfungsmaßnahmen gegen Pharaonenameisen sind nur dann erfolgreich, wenn das gesamte Befallsareal über einen längeren Zeitraum behandelt und so einer Reinfektion vorgebeugt wird. Um Kolonien der Pharaonenameise in schwer zugänglichen Bereichen zu bekämpfen, können Kontaktinsektizide und Fraßköder eingesetzt werden. Die Bekämpfung mit Fraßködern entspricht dem Stand der Technik. In der Regel nehmen Pharaonenameise gelförmige, zuckerhaltige Fraßköder gut an. Um das Ameisenproblem dauerhaft zu beseitigen, müssen die Bekämpfungs-Maßnahmen für eine längere Zeit durchgeführt werden. Damit der Köder mit dem darin enthaltenen Giftstoff auch garantiert aufgenommen wird, sind für die Dauer der Behandlung andere Nahrungsquellen möglichst auszuschließen. In günstigen Fällen können Kolonien von Monomorium pharaonis bereits nach sechs Wochen vernichtet sein. Aber erst nach einem Jahr konsequenter Bekämpfung und Kontrolle sind mit Sicherheit keine Pharaonenameise mehr vorhanden.